Eintracht Fanclub

Er spielte ohne Tal und Fehdel. (Reporter Jochen Hageleit)

Samstag Mittag, alle wichtigen Geschäfte gerade erledigt und es kann losgehn zum Heimspiel der Eintracht. Also auf zum Treffpunkt in Heidingsfeld, dort Aufteilen in 2 Dreiergruppen für die zwei 3er.

Die Hinfahrt ist sehr nervenaufreibend - da haben wir noch Hoffnung, dass das Spiel schonender werden wird. Nach 115 km stockendem Verkehr kurze Liveschaltung zwischen den Autos und es stellt sich heraus, das am Parkplatz zum Glück noch Plätze frei sind (in der vorletzten Reihe), also wiedermal perfektes Timing. Nun wird noch schnell Herr Heller gegrüßt (siehe Bilder) - er seinerseits wünscht uns ein gutes Spiel - dann geht's zur Hauptattraktion und Grund des Ausflugs für manchen - der Bratwurststand. Hier ists auch schon besonders voll, der Frühling zeigt ja erstmals sein Gesicht. Nach dem Essen kollektives sauber machen, die Senfspuren verwischen und nix wie auf ins Stadion. Olli & Jasmin kamen erst kurz vorm Spiel, deshalb wird telefonisch ausgemacht dasmer uns im Block treffen. Hier dann sofort die visuelle Gewissheit: es Waldstadion ist ausverkauft. Ama hat beim warm machen (auf dem herrlich grünen Rasen) nen Verband am Arm, vielleicht gestern beim Sotos gewesen und zu viel Raki gestemmt?

Nun aber zum Spiel. Anfangs stürmischer Beginn, Ama früh mit ner Chance aber die Bremer Torfrau ist auf dem Posten. Sonstiger Verlauf der ersten Halbzeit zerfahren, mehr vom Kampf geprägt als von filigraner Kunst. Dabei ist Schiri Metzger wohl darauf bedacht die Bremer nicht zu verärgern bzw. uns unsre Laune zu verderben: viele Fouls im Spiel, und stets wird für Bremen gepfiffen, ganz nach dem Motto im Zweifelsfall für die Auswärtsmannschaft - und sonst auch. Dabei immer im Focus Diego, der wohl doch noch nicht ganz genesen ist, denn schon bei geringem Körperkontakt bricht er zusammen. Durch die darauf folgenden Pfiffe wird er merklich nervös und plötzlich eine Tätigkeit von ihm gegen Sotos! Der Wurstverkäufer ist wohl gerade im Tiefschlaf und hat nix mitbekommen, denn obwohl seine Augen aufs Geschehen gerichtet sind muss er erst beim Linienrichter nachfragen, der hat den Rempler zum Glück gesehen. Folgerichtig also Rot für den am meisten gefaulen Spieler der Liga. Damit steigt die Hoffnung auf drei Punkte doch sehr, vor der Pause jedoch will der Führungstreffer nicht gelingen.

Nach dem Wechsel bekommt Debütant Caio natürlich Extraapplaus, dann erst kurzes Abtasten und in der 56. Minute ist Torgarant Ama zur Stelle und netzt zum 1:0 ein! Was nun folgt kennt man leider aus dem Spiel gegen Bielefeld schon, ein Kunststück von Caio, der seinen Gegenspieler auf den Hosenboden setzt, bleibt die Ausnahme. Die Eintracht bettelt(!) um ein Gegentor, Bremen in Unterzahl kämpferisch und agil - die Eintracht faul und bewegungslos. Naldo testet mit Fernschüssen Oka ein ums andre Mal und auch bei gefährlichen Strafraumszenen muss Oka zur Stelle sein. Auf der Gegenseite schafft man es einfach nicht den Sack gegen zehn Bremer zuzumachen. Beschreibend, das Olli und Uwe selbst noch in der 80. Minute vom kommenden Ausgleich überzeugt sind. Köhlers Kunststück, aus seiner Gelegenheit weder Tor noch Assist zu machen, will auch erst mal geschafft werden, Caios Verstolperer, welcher sich den Ball zu weit vorlegt kann man noch verzeihen. Er is halt noch n Junger und lernt aus seinen Fehlern. Letztendlich ist es einzig Nikolov zu verdanken, das wir gewinnen, denn Bremen hat unzählige Chancen und ein Unentschieden somit nicht ungerecht.

Auf dem Parkplatz teilt Organisator Klaus dann noch die Bestbesetzung für die Heimfahrt ein und kurz nach viertel Acht sinma rechtzeitig zu Hause, um gemütlich das Topspiel der Sportschau ansehen zu können: SG Eintracht Frankfurt gegen SV Werder Bremen.

Der Feed konnte nicht gefunden werden!